
Sieht er nicht zufrieden aus, der Skipper? Nach den doch anstrengenden Wanderungen der letzten Tage lassen wir es auf seinen Wunsch gemütlicher angehen. Letztlich gehen wir fast so weit wie am Tag zuvor, aber eben seehr gemütlich.

Outremer 51 unterwegs
Werkmäßig haben wir 5 Feuerlöscher an Bord. Verbaut an verschiedenen Stellen. Klingt nach einer stattlichen Zahl – ist es auch. Aber es handelt sich lediglich um jeweils 1kg kleine Löscher. 1kg ist sehr wenig um im Ernstfall etwas zu bewirken. Vor allem aber sind sie ausnahmslos mit ABC Pulver gefüllt. Das ist zwar ein hervorragendes Löschmittel – aber wer je so einen Feuerlöscher benutzt hat, überlegt sich den Einsatz beim zweiten Mal schwer. Was auch nicht Sinn der Sache ist, denn ein Brandherd soll und muss im Anfang bekämpft werden.
Das Problem: „Feuerlöscher“ weiterlesen
Und wieder sind die Berggipfel in Wolken gehüllt. Wir entscheiden uns für eine Küstenwanderung, wenn wir es packen bis zur Playa Santiago und mit der Fähre zurück. Bis zur ehemaligen Kommune und heutigem Hotel El Cabrito packen wirs. Dort machen wir eine längere Rast und beschliessen, dass der Weiterweg zu lange dauert und gehen denselben Weg zurück. „El Cabrito“ weiterlesen
Mit dem dem Taxi fahren wir knapp 8km aus San Sebastian auf der GM-1 bis kurz vor den Mirador A. Lazcano, wo wir den Wanderpfad Richtung Enchereda beginnen. Beim Bauernhof Enchereda gabelt sich der Weg, wir nehmen den linken, kürzeren aber steileren Pfad Richtung Hermigua.
Unser Großfall zeigt zunehmend „Twist“, also eine innere Verdrehung. Das ist – leider – ein ungelöstes Standardproblem bei vielen 2:1 Lösungen. „Ab in die Mastspitze: Neues Großfall“ weiterlesen
Heute ist das Wetter nicht so dolle. Im Klartext es regnet, zumindest in Santa Cruz. Hat es häufiger die letzten Tage. Wir fahren zum Lidl und kaufen Proviant, weiter zum Hiper Dino und dann wieder zurück zum Lidl. Hauptsächlich Konserven in Dosen und Gläsern.
Kartonagen und Umverpackungen werden noch im Hafen entsorgt. Gilt als eine Brutstätte für Kakerlaken.
Wir fahren nach Starkregen an die Nordostküste von La Palma. Beim Befahren der Straßen heißt es Obacht geben, denn an etlichen Orten gab es Steinschlag.

An der Straße LP 102 hinter Tenegua finden wir zufällig eine sehr schöne Bucht mit toll hergerichtetem Badeplatz.


Während wir noch rätseln, wer die Badegelegenheit in der Bucht so perfekt samt Dusche angelegt hat, spricht uns eine Einheimische an. Sie unternimmt offenbar gerade mit ihrem Begleiter einen Spaziergang entlang der eigenen Bananenplantage oberhalb des Strandes.
Hinlänglich oft, so denke ich, habe ich hier erwähnt dass ich ein reines Vorwindsegel haben will. Wollte ich schon beim Kauf unserer INVIA. Vom Monohullsegeln bekannt ist mir der Einsatz eines Spinnakers. Einen Parasailor – das sind Spinnaker mit eingebauter „Tragfläche“ – kannte ich nur aus der Werbung. Letzteren wollte ich gerne für die Zeit ab dem Mittelmeer einsetzen, wenns darum geht im Passatwind Strecke zu machen: Kurse meist platt oder nahezu platt vor dem Wind. Von den Outremer-Experten wurde mir von so einem Segel immer abgeraten: Eine Outremer sei zu schnell für sowas. Es sei viel besser und schneller mit dem „Code D“ und max. 140 Grad vor dem Wind zu kreuzen. Ok dachte ich mir – ich bin in Sachen Katamaran halt das Küken, wieso will ich schlauer sein als die Henne?
Heute sagt das Küken: Hahnebüchener Blödsinn.
Die Marina La Palma weckt derzeit bei uns zwiespältige Gefühle. Einerseits sind die Marineros sehr freundlich, die sanitären Anlagen supersauber. Andererseits stehen direkt neben der Marina auf einem Parkplatz etliche Generatoren, die mal lautstark in Betrieb sind, mal aber auch außer Betrieb sind. Im kommerziellen vorgelagerten Hafen finden mal geräuschintensive Arbeiten statt, mal ist es ganz ruhig. Bis heute ist uns unklar, was da eigentlich abgeht. Auch gibt es trotz ordentlich belegter Festmacher und trotz des Tores vor der Marina in der Box ein Schwojen am Liegeplatz, so dass der Skipper mehrfach die Leinen nach belegt.
Die Insel La Palma ist definitiv einen Besuch wert. So wuchernd wabernd grün haben wir bisher keine der Kanareninseln erlebt. Wir kennen derzeit nur die Inselhauptstadt Santa Cruz – mal sehr touristisch und vielfach deutsch, mal ruhig und spanisch, wohl abhängig vom Anlanden eines Kreuzfahtrtschiffes an der vorgelagerten Mole, und den Nordwesten. Leider war die höchste Erhebung, der Roque de Los Muchachos, bei unserem Besuch in nebligen und kalten Wolken. Dennoch war die Fahrt hinauf und herunter ein Erlebnis. Mehrere Klima- und Vegetationszonen. Von warm über frierend in Wolken trotz drei Schichten bis hin zu Schwitzen in kurzer Hose war auf diesen kurzen Distanzen alles drin. Faszinierend die wechselnde Vegetation.
Hier Eindrücke von der Insel in Bildform. Wir freuen uns sehr über den Besuch unserer Tochter, die eine mühsame Anreise in Kauf genommen hatte!
Vor der Einfahrt in die Marina Santa Cruz de la Palma mussten wir etwas im Vorhafen warten, weil am inzwischen in der Einfahrt zur Marina installierten Schleusentor gearbeitet wurde und daher eine Einfahrt nicht möglich war. Anfangs lagen wir bei nur leichtem Wind ruhig, doch sobald der Passat blies, kam unerträglicher Schwell in der Marina auf. Die Schiffe tanzen dann regelrecht trotz etlicher Festmacher. Uns riss sogar einer der Festmacher, siehe spätere Blogbeiträge. So nett die Insel auch ist und so freundlich die Marineros, dieser Schwell ist unerträglich und eine Riesenbelastung für Klampen, Festmacher und Nerven.

„Überfahrt La Palma, Marina Santa Cruz de La Palma“ weiterlesen