Einklarieren & Ausklarieren in der Karibik

Dieses Thema verdient mal einen eigenen BLOG. Ist nämlich sehr unterschiedlich, wie ich das erlebt habe.

Erleben tut sowas auch nur der Skipper. Denn solange nicht einklariert ist, bleibt die Q-Flagge gehisst und niemand anderer außer dem Skipper darf an Land.  Interessiert in Frankreich, also in Martinique und Guadeloupe, keinen Menschen. Abgesehen davon klariert man sich dort ohnehin eigenhändig am Computer selbst ein. In Dominica hat es auch nicht so recht interessiert. Obwohl es da einen eigenen Zoll-Anlegesteg fürs Dinghy gibt. Mit hohen Zäunen und Mauern hermetisch vom restlichen Fährterminal abgeriegelt, damit man den Q-Bereich klar vom Rest der Welt trennt. Ist aber dennoch kein Problem, hin- und her zu wechseln. Denn das dicke Vorhängeschloss vor dem 4m hohen und stacheldrahtbewehrtem Tor ist Makulatur. Bereitwillig zeigt einem jeder Mitarbeiter am Fährterminal, wie man das Vorhängeschloss aushebelt damit man ungehindert hin- und herlaufen kann. In Antigua drohen hingegen satte Strafen und Geldbussen, wenn Crew das Schiff verlässt ohne dass einklariert ist. Angeblich führte schon Schwimmen am Ankerplatz unter Q-Flaggenstatus zu 5.000 USD Busse. Überhaupt war der Behördenakt in Antigua die bisher mit großem Abstand lästigste, längste – und lächerlichste – Prozedur.

Aber der Reihe nach. Oder der Insel nach. „Einklarieren & Ausklarieren in der Karibik“ weiterlesen

Taucher-und Schnorchelparadies

Die capitania hat eine prima Zusammenfassung der letzten Tage veröffentlicht. Diesen Hinweis hier will ich für alle, die vielleicht unserer Route mal folgen,  noch einschieben:

Ca. 1 nm nördlich des Taucher- und Schnorchelparadies Malendure / Pigeon Islands auf Guadeloupe fiel der Anker für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Pigeon Islands selbst ist Ankerverbot, das Gewässer rundum ist als „Jaques Cousteau Park“ gekennzeichnet und Naturschutzgebiet. Am „Festland“ von Guadeloupe gegenüber darf in einem ausgewiesenem Bereich geankert werden, aber dort ist mir das Feld zu voll. Am nächsten Morgen weiss ich auch, warum:

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Einmal Schnelldurchlauf

Skipper und Rudergänger

In die zwei Besuchswochen unseres Sohnes Henrik wollen wir möglichst viel Karibik packen. Er liebt das Segeln und so planen wir Besuche auf mehreren Inseln ein. Dumm nur, dass in seiner ersten Urlaubswoche die Himmelsschleusen so oft aufgehen. Und die Schauer bringen böigen Wind. Eigentlich ist jetzt Trockenzeit. Tatsächlich aber schüttet es uns täglich mehrfach ab. Einheimische meinen, das Wetter ändere sich zunehmend gegenüber früher.

Die zweite Urlaubswoche bringt kräftigen Wind, der die Schauerwolken in Zaum hält. Dafür wird nun das Segeln salziger. Skipper und Rudergänger trotzen tapfer den Salzduschen auf den Wegen nach Antigua und zurück. Den Besuch der Insel Montserrat müssen wir leider auslassen. Keiner hat Lust, so sehr gegen Wind und Wellen zu fighten.

Kurze Pause für den Rudergänger

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Kochender See

Stimmt so. Grammatikalisch. Die Rede ist nämlich nicht von einer kochenden See. Was man vermuten könnte, nachdem ich unten über die Hurricane-Zeit berichtet hatte. Auch wenn unser Windmesser inzwischen Werte von über 700 Knoten anzeigt, ist die See relativ ruhig. Die Rede ist von einem kochenden See: Einem natürlichem See, der durch geothermische Energie tatsächlich zum Kochen gebracht wird. „Kochender See“ weiterlesen

Hurricane-Zeit!

Wir hatten gestern tatsächlich bis zu 278kn (500 km/h) Wind. Ab 64kn spricht man von Windstärke 12 und einem Orkan. Die höchste Kategorie eines Orkans ist die Stufe 5 (verwüstend), ab einer Windgeschwindigkeit von 136 kn. Die letzten Hurrikans dieser Kategorie gabs im Jahr 2017 mit Irma (bis zu 160kn) und Maria mit bis zu 150kn. 2016 erreichte Mattew mit 140kn diese Kategorie. Davor muss man bis ins Jahr 2007 zurück gehen: Felix erreichte damals  mit 150kn diese Kategorie. „Hurricane-Zeit!“ weiterlesen

Portsmouth Dominica

In der Prince Rupert Bay vor Portsmouth im Nordwesten der Insel erleben wir seit langem mal wieder Langfahrercommunity. Wir gehen dort an eine Boje, die von der Portsmouth Association of Yachts Services (PAYS) betrieben wird. Sie organisierte für unseren ersten Abend in der Bucht, einen Mittwochabend, ein Barbecue am Strand hinter dem ebenfalls von PAYS betriebenen Dinghysteg. Alle Tische waren gut besetzt und nach Rumpunsch und wirklich leckerem Essen hieß es: Reggaenight now, join uns, enjoy yourself! Tische und Bänke waren im Nu verräumt und schon bald tanzten viele beschwingt im Sand zusammen mit den Mitarbeitern von PAYS. Das und der Austausch mit anderen Langfahrern waren mehr als nur nett.

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Dominica erkämpft!

Die Überfahrt von unserem letzten Ankerplatz in Martinique, der
Bucht von Saint-Pierre, zur Südwestküste von Dominica war mit etwas über 20 sm zwar nicht weit. 2,50 m hohe Welle von der Seite bei Wind von 25 bis 30 Knoten sorgten aber nicht für Wohlbefinden. Der captain hielt den Salzduschen samt Regen tapfer stand und INVIA zeigte einmal mehr, wie stabil sie durch widrige Verhältnisse geht (Anmerkung des captains: Soooo ein Kampf wars nun auch wieder nicht). Im 2.Reff und mit gerefftem Vorsegel erreichten wir bei 10kn Fahrt bald die Windabdeckung an der Südwestküste von Dominica. Schon bald fragte man sich: War etwas? So ruhig war es inzwischen auf dem Wasser.

Anfahrt auf Dominica, Südspitze

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