Auf nach Long Island in den 7. Himmel

Die Vorräte an frischem Obst & Gemüse sind schon seit ein paar Tagen aufgebraucht. Wir haben noch Diverses im Gefrierschrank (und natürlich in Dosen), aber das ist zumindest für die capitania nur eine Lösung für den extremen Notfall.  Sie hat von einem Farmer´s Market bei der Thompson Bay auf Long Island gehört, bei dem alle Farmer der Insel ihre lokal produzierten Produkte verkaufen.

Ein Besuch dort war ein Geburtstagswunsch der capitania – also steht ausser Frage: Wir gehen hin! Der Markt findet aber nur Samstags statt. Ich vergewissere mich per Iridium (wir haben auf Water Cay kein Mobilfunknetz) noch bei der Lille Venn – die liegt gerade in der Thompson Bay. Will mich vergewissern ob der Market am kommenden Samstag wirklich stattfindet.

Tut er – also machen wir uns am Freitag auf und verlassen Water Cay & die Jumentos Inselkette. „Auf nach Long Island in den 7. Himmel“ weiterlesen

Flamingo Cay

Die wirklich abgelegenen, einsamen Jumentos Cays sind einfach – der Hammer!

In der Low Water Cay verabschieden wir uns von Rita & Will und gehen innen, d.h. durch die Flachzonen, an zahlreichen Inseln, Inselchen und Felsbrocken vorbei in die Flamingo Cay. Es ist irgendwie surreal – wir segeln stellenweise auf nur noch 2,5m Wassertiefe. Völlig normal in den Bahamas. Man muss nur exakt navigieren. Ohne GPS und Plotter kann ich mir diese Route schwerlich vorstellen, denn immer wieder gibt es irgendwo einen Korallenkopf knapp unter der Wasseroberfläche, ein ganzes Riff oder eine Sandbank. Bei gutem Wetter normalerweise kein Problem – aber:

Die Sicht ist zu gut

Das Wasser ist so extrem klar, es ist unmöglich abzuschätzen, ob es nun 6m, 4m, 3m oder nur 1m Wassertiefe sind. Klingt unglaublich – ist aber tatsächlich so. Allenfalls an leichten Veränderungen der Wellen erkennt man ggf. Änderungen der Tiefe. Aber auch nur wenn es überhaupt etwas Wellen hat, und auch dann nur wenn es sich nicht um einen einzelnen Korallenkopf oder Felsen handelt.

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Rückzugsorte

Irgendwie blieb dieser Beitrag hängen. Zwar ist er nicht topaktuell, aber seis drum, wir veröffentlichen quasi rückwirkend, nachdem wir gerade die Ragged Islands und die Jumentos verlassen haben: Dieses Gebiet mit der über 180 km langen Kette aus Inseln und felsigen Cays begeistert uns. In Zeiten von Covid sind die abgelegenen menschenleeren Inseln ideale Rückzugsorte.

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Blue Hole Racoon

Ein blaues Loch ist eine große, senkrecht ausgerichtete Meereshöhle. Entweder im Kalkstein oder auch im (ebenfalls aus Kalkstein aufgebauten) Korallenriff.

Laut Wikipedia, mit dessen Hilfe ich hier den Schlaumeier gebe, befindet sich das tiefste blaue Loch der Welt mit einer Tiefe von 300,89 Metern im Südchinesischen Meer und wird als Drachenloch oder Longdong bezeichnet.

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Duncan Town

Auf Ragged Island gibt es die einzige Siedlung in der gesamten Inselkette der Jumentos. Und auch den einzigen Mobilfunkmasten, in dessen Reichweite wir Internet haben. Bis vor kurzem existierte auf der Insel eine Salzindustrie, die im 19. Jahrhundert von Duncan Taylor gegründet wurde. Nach ihm wurde auch die einzige Ortschaft, eben Duncan Town, benannt.

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Die Ruhe vor dem Sturm

Dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr – es beruht auf Tatsachen. Heute ist der Wind nahezu vollständig eingeschlafen, und das bisschen, was noch da ist, dreht um 360 Grad. INVIA dreht sich am Anker entsprechend mit. Heute abend solls los gehen mit dem starken Nordwind, wie im letzten BLOG schon angekündigt. „Die Ruhe vor dem Sturm“ weiterlesen