Black Point & Staniel Cay

Etwa 18nm hinter Rudder Cut Cay & Musha Cay erreichen wir Black Point. Eine kleine Siedlung am Nordende von Great Guyana Cay.

 

Black Point Great Guyana

Black Point gilt als Cruiser-freundlich. Es gibt laut Karte auf der sehr informativen Cruisersite noforeignland drei Dinghydocks, Abfallentsorgung, Trinkwasserversorgung, eine Wäscherei, kleine Läden, Bars und Restaurants. Wir machen für unseren Landgang am Government Dock fest.

Abfallentsorgung beim Government Dock
Wasserstelle hinterm Government Dock rechts
Government Dock

Beim Vertäuen des Dinghys achten wir darauf, Platz für das Mailboot zu lassen. Es soll am heutigen Dienstag die örtlichen kleinen Läden mit Frischware versorgen. Wie wir später erfahren, hat das Mailboot aber ein Problem und kommt erst am Donnerstag oder Freitag. Es ist nicht das erste Mal, dass wir dies erleben. Da heißt es flexibel sein beim Verproviantieren. Uns stört es nicht, denn wir konnten in Georgetown Great Exuma genug einkaufen. Aber über den Funk hören wir am Donnerstag mehrfach Leute auch aus Staniel Cay nachfragen, wann denn das Mailboot eintreffen werde. Das Schiff versorgt sowohl Staniel Cay als auch Black Point.

Blick vom Ankerplatz bei ablaufender Ebbe
Derselbe Strand bei Ebbe
Im Ort
Postoffice

Es ist späterer Nachmittag und wir sehen auf der Straße in Black Point eine Reihe junger Frauen mit Tshirts vom Staniel Cay Yachtclub. Sie kommen wohl gerade von der Arbeit auf der Nachbarinsel zurück. Viele der Bewohner von Black Point arbeiten dort.

Der Schilderwald verspricht mehr, als aktuell in Black Point noch da ist. Wir suchen vergeblich nach dem kleinen Laden, der auch Hardware haben soll. Das genähte Canvascover des Dinghy braucht eine Reparatur und wir dafür Textilkleber. Insgesamt macht Black Point bei unserem Besuch den Eindruck, als warte man in Covidzeiten auf mehr Cruiser, die das Geschäft wieder ankurbeln. Im schön gelegenen Exumas Point Restaurant können wir nur fast food bestellen. Die anderen Gerichte hätten vorbestellt werden müssen.

Uns gefällt es dennoch im Ort. Die Stimmung ist sehr entspannt und wir kommen mehrmals ins Gespräch mit anderen Cruisern. Wie die das Happy Hour Angebot der Scorpios Bar mit 2 Rumpunsch für 1 (Dienstag, Donnerstag und Freitag) verkraften, bleibt uns ein Rätsel. Der Rumpunsch wird frisch gemixt und bereits nach einem halben müssen wir uns innerlich sammeln. Der hats in sich.

Das ist die Polizeistation mit Gefängnis nebenan. Wir werden aber trotz unseres Rumpunsch Genusses nicht verhaftet. Und auch nicht, weil wir auf der heißen Straße keine Maske tragen. Die trägt fast niemand hier.

Staniel Cay:

Anderntags geht es weiter nach Staniel Cay. Obwohl diese Insel quasi um die Ecke liegt, hat es die Anfahrt in sich. Diverse Flachwasserzonen, Cays und Felsen müssen über befahrbare Channel passiert werden. Wir entscheiden uns für eine spannende aber auch nervenaufreibende Route. Da wir am Steuer draußen nur die hier nicht zuverlässige Navionics Karte haben, sitze ich wieder drinnen am Bord PC mit der Rasterkarte und gebe dem Captain Hinweise zur Route. Die ist wirklich eng, wir können fast auf die Felsen spucken, durch die wir hindurch navigieren.

Sowohl an Steuerbord als auch an Backbord Felsen. Begegnungsverkehr gibt es auch zweimal, da heißt es Nerven bewahren und so verlangsamen, dass der andere die Engstelle zuvor passieren kann

Beim Staniel Cay Yachtclub füllen wir den Dieseltank der INVIA auf. Einer der Nachteile unseres Performance-Kats (und der Tatsache, dass wir einen Fischer Panda haben einbauen lassen) ist der arg kleine Dieseltank. 250 Liter – die meisten Schiffe dieser Grösse haben das 4fache. Der Tank ist inzwischen zur Hälfte leer. Für den späteren Weg an die US Küste wollen wir ausreichend Reserven haben.

Nachdem es hier sehr viel Schiffsverkehr hat, gehen wir davon aus, wasserfreien Diesel in guter Qualität zu bekommen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die wegen der Tide hohen Pfosten am Steg der Tankstelle. Unsere ausgebrachten Fender nutzen da wenig, allenfalls zum Schutz an den innen angebrachten Metallleitern. Da die Pfosten Gummileisten haben, geht es aber auch ohne Fenderschutz.

An der Tankstelle
Steg von der Tankstelle zum Staniel Cay Yachtclub
Dinghyharbour Staniel Cay Yachtclub
Terrasse Staniel Cay Yachtclub
Es gibt sehr viele Unterkünfte für Touristen auf Staniel Cay, das ist ein Beispiel
Blick auf den Yachtclub. Dahinter liegt die Ankerbucht. Zum ersten Mal in den Bahamas sehen wir viele Charterboote.
Baptistische Kirche beim Fähranleger
Baptistische Kirche
Hinweis auf die Bücherei. Daneben noch eine Telefonzelle. Das Mobilfunknetz ist bei unserem Besuch in Black Point deutlich besser als in den vollen Ankerbuchten um Staniel Cay
Bücherei im angeblich ältesten Haus der Insel

Diese Zwei scheinen auch im Schimpfen auf die vorbeifahrenden Motorboote unzerterennlich:

Weg zu einem der kleinen Läden
Alkohol gibt es nicht in den kleinen Gemischtwarenläden, sondern nur in lizensierten Läden. Dieser hier bietet Wäscherei, Bar und Alkoholverkauf in einem. In Georgetown kostete die 345ml Flache Bier 2 Dollar, in der Thompson Bay Long Island 3 Dollar und hier 4 Dollar.

Anders als im ruhigen Black Point geht es in Staniel Cay trubelig zu. Das Ankerfeld ist gut gefüllt und die Cruiser gehen zum Shoppen an Land. Dazwischen immer wieder Golf Carts und Autos, in der Luft Flugzeuge vom kleinen Flugplatz auf der Insel.

Flugplatz
Flugplatz
Mangrovenfluss mit Brücke
Mangrovenfluss
Mangrovenfluss

Am Nachmittag setzt Ebbe ein. Darauf haben nicht nur wir gewartet. Eine Schar an Cruisern und Ausflugsbooten macht sich auf zu einer wirklichen Attraktion. Der James Bond Film „Thunderball“ wurde hier gedreht und war namensgebend für eine sensationelle Höhle in der Bucht vor dem Yachtclub. Zur Ebbzeit kann man schnorchelnd hinein schwimmen vom Dinghy aus, das vor der Höhle verankert werden kann. Beim Schnorcheln ist man umgeben von Fischschwärmen. Wir nehmen an, dass die Fische hier gefüttert werden und daher so zutraulich sind und am Ort bleiben. Sonnendurchflutete Löcher in der Decke der Höhle und verschiedene Höhleneingänge malen wunderschöne Lichtspiele ins Wasser. Das Video kann gar nicht wiedergeben, wie herrlich es dort ist, aber zumindest ein Teil ist doch drauf:

Bildergalerie:

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