Harbour Island

Dumore Town auf Harbour Island ist die älteste Siedlung und der frühere Hauptort der Bahamas. Bei unserem ersten Besuch per Taxiboot gefiel es uns hier so gut, dass wir mit INVIA wieder kommen. Die spannende Anfahrt über Devils Backbone hatte der Captain im letzten Blogeintrag geschildert.

 

Devils Backbone ist ein Grund für die Besiedlung von Harbour Island. Britische Puritaner machten sich Mitte des 17.Jahrhunderts von Bermuda aus auf die Suche nach einem Ort, wo sie ihre Religion frei ausleben konnten. Ihr Schiff strandete an den Riffen von Devils Backbone. Die Einwanderer besiedelten zunächst Eleuthera, das seinen Namen von dieser Geschichte hat, denn im Griechischen bedeutet er „frei“. Von Eleuthera aus besiedelte eine Gruppe Harbour Island. Das Leben war zu der Zeit hart. Ein zusätzliches Einkommen verschaffte die Hilfe bei Schiffen, die an Devils Backbone strandeten.

Erst später begann die Blütezeit von Harbour Island. Der Governeur von Virginia musste im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg fliehen, weil er auf Seiten der britischen Kolonialherren stand. Er gründete Dunmore Town und baute sein Haus dort im Neuenglandstil. Mit Fotos von den zahlreichen schönen Villen hatten wir bereits nach unserem ersten Besuch in Dunmore Town berichtet. Eines füge ich nachfolgend nochmals ein.

Erster Besuch in Dunmore Town
Es gibt tolle Villen und Gärten in Dunmore Town, stellen wir auch bei unserem zweiten Besuch fest

Nach Abschaffung der Sklaverei auf den Bahamas (1834) vermischten sich ehemalige Sklaven mit den Einwandern, die Bevölkerung wuchs und Landwirtschaft und Schiffsbau prosperierten. Heute tragen mehrere Marinas mit Stegen für Megayachten zum Wohlstand bei.

Marinas
Ferrarirote Megayacht
Valentines Marina ist nett angelegt und hat ein gutes Happy-Hour-Angebot
Wir können unser Dinghy entweder neben den Tauchbooten vor Valentines Restaurant anbinden oder neben den Taxibooten vor der Bar
Wir genießen Infrastruktur mit guten Restaurants…
und Livemusik

Schon seit 1920 gibt es Tourismus auf Harbour Island und die Einnahmen wuchsen, als ab 1941 British Airways die Gegend anflog. Der lange breite pinke Sandstrand von Harbour Island und die Neuenglandvillen zogen Touristen an. Die Geschichte und den Wohlstand, der daraus wuchs, sieht man heute noch auf Harbour Island. Nirgends sonst sahen wir bisher auf den Bahamas geführte Reittouren am Strand.

Strände mit Hotelliegen sind in den Bahamas viel seltener als unberührte Sandstände
Unterwegs am pink sand Strand von Harbour Island
Pink sand Strand
Harbour Island hat dichten und hohen Bewuchs. Vielerorts sind die Gärten mit blühenden Sträuchern geschmückt. Nur hier sahen wir bisher in den Bahamas Gärtner bei der Arbeit.

Wenn man als Segler die vielen unberührten pinken Sandstände von Eleuthera besuchen kann, wird einem bewusst, von wieviel Zufällen touristische Entwicklung abhängt.

Harbour Island punktet auch mit seiner Lagune. Eine solche Lagune haben allerdings die Nachbarinseln auch. Wer als Tourist nur Harbour Island ansteuert, weiß das wahrscheinlich nicht.

Inzwischen sind wir zurück von Harbour Island und ankern wieder vor Spanish Wells. Den Rückweg haben wir ohne Lotsen anhand unseres Tracks gut fahren können.

Es war wolkig auf unserem Rückweg über Devils Backbone. Wie eng es in Devils Backbone zugeht sieht man auf diesem Foto. Mailboot und Katamaran begegnen sich. Ein Ausweichen ist nur Richtung Strand ins Flachwasser möglich. Denn seeseits liegen die Riffe.

Bildergalerie:

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