Ich hasse PayPal!

Mit PayPal hatte ich früher und habe ich immer wieder nur Ärger. Die kommen einfach nicht klar mit Menschen, die nicht ihr ganzes Leben im eigenen Heim verbringen, sondern etwas reisen und/oder – welch ein Graus – sogar mehr als 1x umziehen. Menschen, die ihren Wohnsitz wechseln, dabei sogar in ein anderes Land ziehen – das  geht bei PayPal gar nicht. Mehrere Male schon hat Paypal mir den Account gesperrt. Ging schon los als wir von Deutschland in die Schweiz gezogen sind, ich aber gerne mein €uro Konto bei der Sparkasse als Hauptkonto belassen wollte. Für die Sparkasse war der Umzug in die Schweiz kein Problem – wohl aber für  PayPal. Das mochten die gar nicht und haben mich komplett gesperrt.

Habe mir dann unter neuer Email Adresse und auf einem anderen Bankkonto einen neuen Account geholt. Aber sobald ich mich von irgendwoher aus dem Ausland einloggte, um etwas zu bezahlen, passierte das Gleiche. Jetzt schon das 4 Mal:  Weil ich, derzeit eben  auf den Kanaren, bei einem deutschen Händler etwas mit PayPal zahlen wollte (eher musste, denn der Händler akzeptierte keine Kreditkarten)  ist mein PayPal Account mal wieder wegen „Betrugsverdacht“ blockiert.

Ich werde aufgefordert, ein paar Unterlagen einzureichen – was ich umgehend tat. Seither warte ich. Und warte. Und warte. Der Händler liefert natürlich nur aus, wenn er das Geld hat. Gerade bei einem Kunden, von dem ihm Paypal mitteilt, sein Konto stünde unter Betrugsverdacht. Also hat er die Bestellung storniert.

Ah ich hasse PayPal! Dieses Unternehmen bietet einen unmöglichen kotzbesch…. Service und verhält sich unmöglich. Leider bieten immer noch viele Händler keine Alternative an, wenn es darum geht eine schnelle Lieferung zu erreichen.

Aber der Reihe nach:

Am Vormittag brechen wir auf, zur Südspitze von Gran Canaria. Die Bedingungen sind herrlich: Halbwindsegeln bei Sonnenschein mit Wind um die 3 Bft und wenig Welle. Außer der sehr langgezogenem und kaum spürbaren Atlantik-Hauptwelle aus nördlicher Richtung.

Fühlt sich fast an wie Binnensegeln. Was für ein Unterschied zu etwa 1 Monat zuvor, als wir in der Gegenrichtung unterwegs waren: Da bekamen wir die Auswirkungen von Orkan Leslie zu spüren.

An sich herrschen ideale Bedingungen, um ein Leichtwindsegel aufzuziehen: Entweder ein offener gefahrenes Code 0 oder ein dichter geholtes Code D. Aber wir sind zu träge dazu, und es würde ja nur dazu führen, dass wir schneller ankommen. Was wir gar nicht wollen. Unterstützt von etwas Strom läuft INVIA auch so um die 8kn über Grund – das reicht locker um gegen 17:00 am Zielort Anfi del Mar anzukommen. Dort wollen wir ankern. Notfalls 1 Woche lang, um auch den für Freitag angekündigten Starkwind aus Nord in der gut geschützten Sandbucht bei Anfi abzuwettern.

Puerto Rico ruft

Kommt aber besser: Purerto Rico meldet sich. Sie haben einen Platz für uns. Leider nicht am klassischen Seglersteg, sondern am kommerziellen. Dort wo auch die Touristenschiffe an- und ablegen. Das ist nicht ganz so toll, denn es bedeutet etwas Unruhe und Lärm – aber nur tagsüber. Nachts sollten wir sicher und ruhig liegen. Die capitania ist beruhigt, muss sie im angekündigten Starkwind* nicht vor Anker liegen . *Damit die mitlesende Gefolgschaft nicht in Panik verfällt: Es sind so um die 25kn vorhergesagt, das ist wirklich nicht wild und im Passatwindgürtel oftmals Normalzustand. Auf jeden Fall fällt der Landgang, Mietwagen usw. leichter. Und wenn es wie angekündigt regnet, muss man sich nicht mit einem nassen Dinghy rumärgern.

Hinzu kommt: In Puerto Rico liegt die Lupina von Köbi & Pia. Letztere sind in der Schweiz und fliegen am Samstag den 24.11. wieder nach Gran Canaria.

Jetzt wird aufgerüstet

Weil es nervt, alle Bilder auf Dauer nur mit der relativ mäßigen  Kamera des Huawei P20 Lite zu machen, habe ich nämlich aufgerüstet: Eine Kompaktkamera ist bestellt und geliefert, wartet bei unserer Tochter in der Schweiz. Die wir an Weihnachten sehen. So aber bekomme ich das gute Stück früher: Unsere Tochter schickt es innerhalb der Schweiz zu Köbi & Pia, die nehmen es dann für uns mit.

Und ich habe mir noch ein neues Handy besorgt. Bin überhaupt kein Freund von HighEnd-SuperHighTech Handys – die Mittelklasse hats immer gut getan. Aber wegen der deutlich besseren Kamera habe ich mir ein Huawei P20 Pro bestellt. In Deutschland, zu liefern an unseren Mitsegler Tobias, der es mir dann am 27.11. mit bringt.

Ich hasse PayPal

Hoffe nur es kommt alles rechtzeitig an, denn zunächst hatte ich die Bestellung bei einem Online Händler mit PayPal bezahlt. Wie erwähnt, lief PayPal daraufhin Amok. Wieder mal. Ich habe dann am nächsten Tag noch mal neu bestellt und auf einen anderen Weg (SOFORTÜberweisung), den der Händler zum Glück noch anbot, bezahlt.

Warum ich mir all das nicht auf den Kanaren kaufe? Dazu bin ich zu geizig. Hier kosten die Elektronikartikel wie Handy & Kamera im Schnitt 20% mehr – trotz fehlender MwSt.

Wieder zurück zum Segeln:

Wir gehen abends erstmal nach Anfi del Mar. Dort ankern wir gut geschützt vor dem Atlantikschwell, umgeben von Hotelburgen. Das nächtliche Lichtermeer ist beeindruckend!! Alles um uns herum strahlt. Mangels passender Kamera kann ich die Szene leider nicht einfangen, aber immerhin Tags darauf mit der Drohne:

Anfi del Mar
Anfi del Mar
Anfi del Mar

Am nächsten Tag – also heute, Mittwoch – gehen wir vormittags 2 Seemeilen zurück und klarieren im Hafen Puerto Rico ein. Sehr freundlicher Empfang. Wir bekommen wie angekündigt nur einen Platz am „Commercial Pontoon“, dort wo alle Ausflugsschiffe mit Touristen beladen ab- und wieder anlegen. Und hinter uns die Bars & Restaurants. Stört uns aber gar nicht, wir liegen mitten im Leben. Und die Crews sämtlicher Ausflugsschiffe zur linken und zur rechten begrüßen uns freundlich, quatschen mit uns, laden uns auf ein Bier ein, erklären mehrfach, dass sie uns gerne helfen, wenn wir irgendetwas brauchen.

Es dauert auch nicht lange, und ein Tourist kommt vorbei der fragt, ob wir denn über den Atlantik gehen und er mitkommen kann. Er klagt sein Leid, dass er doch Profi wäre was nautische Belange angeht und mit anpacken kann. Aber alle Skipper wollen mindestens 1.000 €uro von ihm für einen Kojenplatz. Der Typ hat aber einfach keine Ahnung von Segelschiffen. Das Ganze nervt mich dann doch etwas und ich veräpple ihn, was die Segeleigenschaften der INVIA angehen. Und dass wir wegen der hohen Geschwindigkeit nur handverlesene Crew nehmen. Er zieht stirnrunzelnd von dannen.

Panoramabild: Puerto Rico Touristensteg

7 Antworten auf „Ich hasse PayPal!“

    1. Sali zäme, dann hoffen wir doch, dass das Paket aus Zürich morgen bei uns eintrifft, damit wir es wie gewünscht euch mitbringen können. Haben bereits schon lange Zeit nach unserer Lupina und freuen uns auf das Wiedersehen.
      Lieber Gruss aus der Schweiz und bis bald. Pia & Köbi

    1. So unterschiedlich sind die Erfahrungen mit payPay ich pers bin froh das es das gibt und hatte noch nie Probleme im gegenteil aber egal
      Ich wünsch euch weiterhin eine tolle reise und versorgt uns daheim gebliebenen immer fleissig mit Bildern und berichten wir lesen ganz gespannt mit 😁😉

      1. Sobald Du mal Deine Bankverbindung wechselst weil Du zum Beispiel umgezogen bist, bist Du bei Paypal ein Risiko. Wenn dann auch noch ein 2ter Umzug dazu kommt, oder Du viel im Ausland bist und den Fehler machst, aus dem Ausland mit einer ausländischen IP Adresse zu bezahlen, sieht Paypal rot. Das wäre noch zu verkraften. Aber PayPal informiert Deinen Geschäftspartner, dass sie die Zahlung nicht durchführen weil sie Dich als Risiko einstufen und die Zahlung nicht durchführen. Das geht einfach nicht. Das ist Rufschädigung vom feinsten und eine Sauerei. Vor allem weil Paypal sich gerne (bei mir jedenfalls mehrere Male) über 1 Woche Zeit lässt zu reagieren.

        ICH HASSE DIESEN LADEN und vermeide ihn, wo immer ich es kann. Eine Zeit lang hatte ich gehofft, Bitcoin würde dieser Arroganz von PayPal ein Ende bereiten. Aber leider ist dem nicht so.

  1. mach einfach SecurePay mit MasterCard. Oder gleich mit der Amex. Einfach PayPal in die Tonne treten, besser so. Bei mir wurde über PayPal zuviel abgebucht weil ein Schlauberger sich reingehackt hatte. War auch ein Drama um das zu lösen. Bei der MasterCard krieg ich eine SMS sobald was bestellt ist und voilà jeder Betrug kann binen Minuten erkannt werden.

    1. Nützt nix wenn der Händler keine Kreditkarte nimmt. Ich beobachte jedoch mit Freude dass die Zeiten, in denen online ausschließlich Paypal möglich war, vorbei sind. Übrigens habe ich seit 15 Jahren eine VISA der Bank of Georgia. Seit 15 Jahren automatisch eine SMS mit Details bei jeder Buchung, 4 Währungen in 1 Konto sodass keine Abzocke beim Wechselkurs oder Auslandseinsatz erfolgt. Gratis Cash (in 4 Währungen) an jedem ATM usw. usw.

      Das schafft bis heute keine hiesige Bank.

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