Der Schwell im Hafen La Palma sorgt für Bruch

Die Marina Santa Cruz de la Palma ist alles andere als ein ruhiges Fleckchen. Zum einen sorgen diverse Fähren und Frachtschiffe nebenan für Lärm, oft zu unchristlichen Zeiten. Die Dieselaggregate zahlreicher Kühlcontainer, die direkt neben der capitanerie stehen, sind auch nicht grade leise.

Irgendwie gewöhnt man sich aber daran.

Wirklich lästig ist aber ein immer wiederkehrender unerklärlicher Schwell, der alle Boote in der Marina durchschüttelt, an unseren Festemachern zerrt und die Fender belastet.

 

Das Problem ist seit langem bekannt und ein Grund warum die Marina so unbeliebt ist. Man hat nun aber im Juni 2018 ein „Einfahrtstor“ in Betrieb genommen, das die Marina vom Fährhafen und dem Atlantik absperrt. Will eine Yacht in die Marina einlaufen oder diese verlassen, wird das Tor abgesenkt (es verbleibt danach immer noch eine Wassertiefe von 4m). So richtig funktioniert es aber nicht, je nach Tageszeit werden wir weiter mehr oder weniger kräftig hin- und hergerollt. Ein Festmacher hat sich bereits verabschiedet, er war den Belastungen nicht gewachsen. Ob das allein am Grundschwell liegt oder mit daran, dass zwischendurch am Tor gearbeitet wurde und der Hafen mindestens einen Tag ohne Torschutz dem Schwell ausgesetzt ist, who knows.

Das WLAN ist nicht nutzbar weil schnarchzapfenlangsam. Eine Waschmaschine und ein Trockner sind wenig, wenn mehr Schiffe im Hafen liegen, wie immer mal für kürzere Zeiten während unseres Aufenthalts. Aber: Die Marineros sind super freundlich und die sanitären Anlagen, die zweimal täglich geputzt werden, sind sauber.

Insgesamt also an sich kein Grund, länger zu bleiben. Trotzdem haben wir grade zum zweiten Male unseren Mietwagen verlängert – diesmal bis zum 5.11. Das bedeutet de facto auch, dass wir so lange in der Marina hier bleiben. Mehr als 2 Wochen in ein- und derselben Marina – noch dazu in einer mit diesen Belastungsfaktoren: So lange haben wir es noch nirgendwo ausgehalten. Abgesehen von den Zeiten, in denen INVIA alleine lag, weil wir uns woanders aufhielten.

In der Marina von Santa Cruz de la Palma

Die isla bonita

Aber die Insel hat es uns angetan. Wunderschön ist sie wirklich! La Palma, die isla bonita der Kanaren, die schönste Insel der Kanaren. Es gibt noch so viel zu sehen, zu erwandern, zu erkunden. Immer wieder überrascht sie uns mit neuen Eindrücken. Lanzarote, Teneriffa, Gran Canaria – waren schön. La Palma aber fasziniert. Uns bleibt immer noch genug Zeit, auch La Gomera zu erkunden. Auf el Hierro werden wir wohl verzichten. Inzwischen hat sich der Passatwind stabilisiert und wir verspüren keine Lust, von el Hierro später gegenan zurück zu kreuzen. Auch wenns nur ne wirklich kurze Strecke wäre – ne, im Moment mag das keiner von uns.

So jagen wir unseren Mietwagen täglich über die Insel, parken und schnüren die Wanderstiefel. Gestern Abend kam Michael von der Marlin (http://www.sy-marlin.de) zum Klönschnack an Bord. Immer hochinteressant, Infos von ausgebufften, erfahrenen Langfahrern zu bekommen. Noch dazu von einem der sowas professionell betreibt.

Ach ja und damit ich es nicht vergesse: Unser Fischer Panda Generator tut es wieder! Der neue Inverter wurde am Montag schon eingebaut und seither liefert der Generator wieder 220V. Der Einbau erforderte zwar Etliches an Nacharbeit meinerseits. Weil ich später nach Abreise der „Fachmonteure“ feststellen musste, daß die Herrschaften einfach 6 Schrauben aus der Gfk Hülle gerissen anstatt sie sauber raus und später wieder rein zu drehen. Wohl weil es recht unzugänglich und daher mühsam war. Der Inverter hing nur mit Klebeband befestigt an der SchallIsolierung und wäre definitiv in der ersten Welle runter gefallen. Und dann wohl wieder defekt  Wie kann man nur so schlampig arbeiten ? Aber geschenkt. Ich besorge mir dickere Schrauben, stopf so gut ich kann Kleber in die vorhandenen Löcher und montiere alles ordentlich. Nach 2h bin ich fertig und halbwegs zufrieden.

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