Ankermethoden: Teil 2

Die französische Ankermethode

Hier in Frankreich sieht man sie naturgemäß am häufigsten. Praktiziert wird sie aber auch andernorts:

Man lege sich möglichst dicht an eine bereits ankernde Yacht – das kennen wir schon (siehe Ankermethoden Teil 1). Die Länge der zu steckenden Ankerkette bei dieser Methode ist klar definiert: Kettenlänge =  Wassertiefe +2m. Der absolute Wert der Wassertiefe scheint dabei keine Rolle zu spielen. Wobei ich zugeben muss: Die Feinheiten habe ich noch nicht ergründet.

Die französische Ankermethode. Am linken Rand: ein Crew-Mitglied der INVIA in wilder Diskussion

 

Als wir vom Verfolgen des WM-Finales zurück sind, kommt es mit dem Skipper einer Motoryacht zu einer intensiveren Diskussion. Die an Bord gebliebene capitania hat bereits ergebnislos versucht, seine arg dreiste Anwendung dieser Methode zu reklamieren. Soweit wir das Französisch verstehen konnten meinte er, er finde diesen Ankerplatz für ihn am besten, und wenn wir einen guten Anker hätten sei das doch alles kein Problem, und wenn nicht sei das unser Problem. Ich mache demonstrativ einige Fotos und erkläre dann auf Englisch kurz: Ist für mich OK, er hat deutlich nach uns geankert und daher für den gesamten Schaden aufzukommen wenn wir uns berühren.

Nach kurzem Überlegen geht er dann doch wieder Anker auf und legt sich etwa 200m weiter – neben einen anderen…..

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